Darstellung von Inari
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Japanische · Gott

Inari

Das Reis-Kami der zehntausend zinnoberroten Tore, begleitet von weißen Füchsen.

gleichgesetzt mit
Uka-no-Mitama-no-Kami
Boten
Kitsune, Füchse
Symbole
Fuchs, Reisgarbe, Torii-Tor, Schlüssel

Inari Ōkami ist eine Kami-Gottheit des Reises, der Landwirtschaft und des irdischen Wohlstands und eine der am weitesten verehrten Gottheiten Japans: Schätzungen zufolge sind Inari rund 32.000 Schreine gewidmet, etwa ein Drittel aller Shintō-Schreine des Landes. Anders als Amaterasu oder Susanoo tritt Inari im Kojiki oder Nihon Shoki nicht als ausgearbeitete Gestalt auf; am häufigsten wird Inari mit Uka-no-Mitama-no-Kami gleichgesetzt: In den Genealogien des Kojiki erscheint diese Gottheit als Kind von Susanoo und Kamu-Ōichi-hime — ein Name, der ungefähr „Geist des Korns” bedeutet.

Ungewöhnlich für eine bedeutende Kami-Gottheit sind Inaris Geschlecht und sogar die Einheitlichkeit der Gestalt nicht festgelegt. Verehrer und künstlerische Traditionen haben Inari als bärtigen alten Mann mit Reis dargestellt, als schöne Frau, die Fülle verkörpert, und als androgyne, bodhisattva-ähnliche Gestalt — in buddhistischen Tempeln wird Inari zudem als Dakiniten verehrt. Anstatt dies zu einer einzigen festen Form zu vereinheitlichen, behandelt die Shintō-Praxis Inaris Identität im Allgemeinen als fließend, mitunter auch als mehrere Inari-Kami zusammengenommen.

Inaris Schreine sind auf den ersten Blick an dichten Tunneln aus zinnoberroten Torii-Toren zu erkennen, die oft von dankbaren Gläubigen gestiftet wurden, sowie an Fuchsstatuen — Inaris Botenwesen —, die Schlüssel, Juwelen oder Schriftrollen im Maul tragen. Der Hauptschrein, Fushimi Inari Taisha in Kyōto, gegründet im Jahr 711 n. Chr., zieht bis heute in gewaltiger Zahl Pilger, Geschäftsleute und Touristen an, die nach Wohlstand suchen.

Gegenstücke in anderen Kulturen

Domäne Ackerbau →