Darstellung von Kartikeya
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Hinduistische · Gott

Kartikeya

Sechs Tage alt, sechsgesichtig — und schon Befehlshaber der Heere des Himmels.

Geschwister
Ganesha
Reittier
Paravani — der Pfau
erschlägt
Taraka
Symbole
der Vel-Speer, der Pfau als Reittier, sechs Gesichter, das Hahnenbanner

Kartikeya wird geboren, um ein Problem zu lösen. Der Dämon Taraka besitzt eine Gnadengabe, derzufolge ihn nur ein Sohn Shivas töten kann — und Shiva ist zu diesem Zeitpunkt ein verwitweter Asket ohne jede Absicht, irgendjemanden zu zeugen. Daher der ungeheure Aufwand, den die Götter treiben, um die Ehe mit Parvati zustande zu bringen, und daher auch, dass die Zeugung, als sie geschieht, über Mittelsleute läuft. Agni trägt den Samen und kann ihn nicht halten; er geht an Ganga über, die ihn in ihre Strömung entlässt, und das Kind wird schließlich in einem Röhricht des Himalaya abgelegt.

Dort säugen ihn die Krittikas — die sechs Sterne der Plejaden — und weil er von allen sechs zugleich trinkt, wachsen ihm dafür sechs Gesichter, und er erhält den Namen, den sie ihm geben.

ततस्तु देवताः सर्वाः कार्तिकेय इति ब्रुवन् । पुत्रस्त्रैलोक्यविख्यातो भविष्यति न संशयः ॥१-३७-२५॥

„Da sprachen alle Götter: ‚Er heiße Kārttikeya. Ohne Zweifel wird dieser Sohn in den drei Welten berühmt sein.’” — Valmiki, Ramayana 1.37.25; Übers.: diese Seite

Wenige Tage danach wird er zum Feldherrn der himmlischen Heere gesalbt und erschlägt Taraka, womit der Auftrag erfüllt ist. Sein anderer Name, Skanda, hängt an der Art seiner Zeugung; im Süden ist er Murugan, und dort ist er gar kein untergeordneter Kriegsgott, sondern eine bedeutende Gottheit aus eigenem Recht, mit den sechs großen Tempelstätten Tamil Nadus und einer Anhängerschaft, die Shivas Sohn als Mittelpunkt und nicht als Anhängsel der Familie behandelt.

Er reitet einen Pfau und führt den Vel, einen Speer, den ihm seine Mutter gab; sein Banner trägt einen Hahn. Die Ikonographie gibt ihm meist sechs Köpfe und zwölf Arme, doch eine jugendliche einköpfige Gestalt ist in südindischer Bronze mindestens ebenso häufig. Ist Ganesha der Gott, an den man sich wendet, ehe man etwas beginnt, so ist Kartikeya der, den man anruft, wenn die Sache bereits begonnen hat und gewonnen werden muss.

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